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Baudezernentin Rena Wandel-Höfer stellt Konzept zur Neugestaltung des Daarler Marktes vor.
Konzeptorientierung an historischer Gestalt des Marktes - frühere Planungen und Anregungen Daarler Bürger finden Beachtung der Baudezernentin.
Nach jahrelangem planerischen Hin und Her in der Frage der Wiederbelebung des Daarler Marktes war es am 27. April soweit. Im Albert-Schweitzer-Haus stellte Baudezernentin Dr. Rena Wandel-Höfer die neue städtebauliche Kozeptionierung zur Umgestaltung des Daarler Marktes vor, die in zusammenarbeit mit dem Stadtplanungsbüro Hegelmann entwickelt wurde.
Zentrales Anliegen bei der Umgestaltung sollte die Orientierung an der historischen Gestalt des Marktes sein. Hier wurde einerseits viel Wert auf die Schwellenfreiheit der Gesamtfläche des Platzes gelegt. Andererseits waren die Planer bemüht, die Platzfläche nach historischem Muster wieder mehr den anliegenden Häusern zuzuordnen. Um das zu erreichen, soll das Prinzip einer aufgegabelten Wegekreuzung wiederbelebt werden und die gegenwärtig bestehende Platzumfahrung ersetzen.
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Auf diese Weise kann für die Anlieger unmittelbar mehr Möglichkeit zur Platznutzung geschaffen werden. Das dürfte vorallem für die anliegenden Gastronomen interessant werden.
Es kann nach dieser Planung nämlich eine Außenbewirtung ohne negative Verkehsrbeeinflussung erfolgen, die dem Markt wieder sein Leben zurückgeben wird. Die Betreiber des Gasthauses Pulvermüller haben der Redaktion bereits im Vorfeld ihre unbedingte Bereitschaft zum Angebot einer Außengastronomie bekundet.
Die Flächen, die der gastronomischen Nutzung gewidmet werden sollen, können durch niedrige Steinpoller von der Straßenfläche abgegrenzt werden, um einem Zuparken vorzubeugen. Durch beweglich Poller kann zudem weitehin ein Befahren der Fläche für Marktleute und Schausteller möglich bleiben.
Eine optische Orientierung für alle Verkehrsteilnehmer soll die Verwendung von Kleinsteinpflastern als Bodenbelag bieten. Diese Lösung ermöglicht es, unterschiedliche Platzbereiche durch unterschiedliche Verlegemuster optisch darzustellen.
Eine Steuerung der Fahrgeschwindigkeit des fließenden Verkehrs könnte durch aufgepolsterte Straßenschwellen und eine entsprechende Beschiderung an allen Zufahrtswegen erfolgen. Darüber hinaus wird erwartet, dass die Verwendung von Kopfsteinen als Straßenbelag ihren Beitrag zur Geschwindigkeitsreduktion leistet. Die Regelung einer Höchstgeschwindigkeit im Marktbereich wurde unterschiedlich betrachtet: Von Schrittgeschwindigkeit bis 20 Km/h als Fahrgeschwindigkeit reichten die Vorschläge während der Bürgerversammlung.
Die bisher bestehenden Kurzparkplätze sollen weiterhin erhalten und das Angebot um einige Stellplätze im Bereich der Saargemünderstaße erweitert werden. Zunächst ungeklärt ist jedoch die Wegeführung der Anlieferzufahrt zu Firma Stolbiko: Hier stehen Belange der attraktiven Platzgestaltung denen einer pragmatischen Lösung zur Zufahrt von Schwerlastfahrzeugen entgegen. Die Baudezernetin wies jedoch darauf hin, dass Stadt und Eigentümer der betreffenden Grundstücke bereits in Gesprächen seien.
Weiterhin schlug Wandel-Höfer vor, mit einem Verbindungsweg den Kreuzgang des Stifts und die Parkplätze an den Daarler Wiesen unterhalb der Stiftskirche zu verbinden. Für Kirchenbesucher könnten die Parkplätze auf diese Weise attraktiv gemacht werden. Diese Idee sah der Vertreter des Evangelischen Stifts, Pfarrer Rolf Kiderle Kritisch. Ein zu starker Niveauunterschied und ein vorgelagerter Privatgarten seinen für einen solchen Weg eher hinderlich. |
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Die vorgestellten Pläne trafen insgesamt auf ein positives Echo. Kritik fand jedoch der Hinweis der Stadt darauf, dass es noch keine konkrete Zeit- und Finanzierungsplanung gebe und dass erst zum Jahr 2012 Mittel in Höhe von 200.000 Euro im Haushalt der Landeshauptstadt eingestellt seien. Es stünden zudem weitere Mittel aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung sowie aus städtischen Zukunftsprogrammen zur Verfügung.
Die Verwendung von Mitteln aus der Maßnahme Stadtmitte am Fluss ist in diesem Zusammenhang jedoch ausgeschlossen.
Was bleibt, ist die Hoffnung, dass die Umgestaltung und Wiederbelebung des Daarlaer Markts endlich Fahrt aufnimmt. Gerade für die jüngeren Daarler Bürgerinnen und Bürger wäre die vision eines der Besucher der Bürgerversammlung erschreckend, dass wir die Umgestaltung sowieso alle nicht mehr erleben.
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