1. Internationaler Kunst- und Genießermarkt in St. Arnual: Genuss, Kunst und Kultur

Altbewährtes – neu belebt: Internationaler Kunst- und Genießermarkt in St. Arnual.

Von Jahr zu Jahr erfreute er sich ständig wachsender Beliebtheit: Der Daarler Gourmetmarkt. Wie die beiden Sprecher des Veranstalters, der Aktionsgemeinschaft ST. ARNUAL BLÜHT AUF, Heiner Eschenbach und Lothar Arnold hierzu erklären, war dieser Markt, von Anfang an ein Renner für den Saarbrücker Stadtteil. Aussteller aus allen Bereichen des gehobenen Genusses waren dazu eingeladen, ihr Angebot im Ambiente des kunsthistorisch interessanten Daarler Marktes einem breiten Publikum anzubieten.

Am 08. und 09. Mai war es nun wieder soweit: Die AKTIONSGEMEINSCHAFT ST. ARNUAL BLÜHT AUF veranstaltete wieder ihren beliebten Markt– zum ersten Mal um eine interessante Sparte erweitert: den Internationalen Kunst- und Genießermarkt. Mit dabei waren rund 40 Aussteller aus den Bereichen des Genusses und der Gastronomie. Neu auf dem Markt fanden die Besucher erstmals ein interessantes und vielfältiges Angebot aus dem Bereich des Kunsthandwerkes aus der Großregion und über die Großregion hinaus.

Nachdem die Schützen des Schützenvereins St. Arnual 1958 e.V. mit einem donnernden Salut den Startschuss für den Markt gaben, richteten sich die Veranstalter, vertreten durch Lothar Arnold von der Aktionsgemeinschaft, Oberbürgermeisterin Charlotte Britz für die Landeshauptstadt und Staatssekretär Joachim Kiefaber mit ihren Grußworten an die Besucher.

Spezialitäten aus der Großregion und dem Rest der Welt

Der „Club der Kochenden Männer“ aus Saarbrücken war bereits seit Jahren eine feste Größe wenn es um handfesten Genuss auf dem Daarler Markt geht. Auch in diesem Jahr musste er wieder dabei sein. Die kochenden Männer boten wie immer Zünftiges aus regionalen Kochtöpfen. Auch wieder erhältlich: Das Echte Reichenbacher Musikantenbrot aus dem Backparadies Kissel, das frisch abgeschnitten hervorragend zu den luftgetrockneten Schinken, den Pasteten oder der Salami aus den Händen von Monsieur Marshall passt. Ebenfalls bekannt aus der Vergangenheit sind die Flammkuchen und Gourmetteller der Boucherie-Charcuterie Gangloff, die entsprechend mit erlesenen Weinen aus dem Weinhaus Homburg begleitet, Lust auf mehr machen. Die Küche von Ellen Phillip bot Freunden kleiner Genießervariationen Feinkost zum Sofortgenießen oder auch zum Mitnehmen – frisch und nur für die Besucher zubereitet. Auch Käsenarren fanden an diesen Tagen auf dem Daarler Markt ihr kleines Stück Himmel: Mit der Fromagerie de Phillippe Olivier und der Nomade Distribution hatten Sie gleich zwei interessante Anlaufstellen, an denen Sie sich mit hochwertigen Käsespezialitäten aus ganz Europa verwöhnen lassen konnten. Wie gewohnt boten auch in diesem Jahr die Genussprofis aus dem Hause APERO Feinstes aus der Mediterranen Genusskultur: Von kleinen Knabbereien und Süßigkeiten über mediterrane Öle und Aufstriche bis hin zu exquisiten Weinen und Prosecco fanden die Besucher hier alles, womit sich der nächste Urlaub am Mittelmeer optimal vorbereiten lässt. Wem der Sinn nach Champagner stand, der sollte sich an der Pagode von Phillippe Copin sehr wohl fühlen, bevor ein Besuch bei der Marmeladenmanufaktur Maxheim zu empfehlen war. Anspruchsvolle fanden hier hausgemachte Qualität auf höchstem Niveau- Fruchtaufstriche, mindestens so gut, wie bei Oma! Wer dann Lust auf mehr Süßes bekommen hatte, konnte bei Patrick Neal feststellen, dass in Großbritannien nicht nur edle Autos gebaut werden: Fudges, Tee oder Irish Cofffee: royally amused! Hochprozentiges für Zwischendurch oder Hinterher bot auch in diesem Jahr die Distillerie du Castor. Freude am Genuss, wie sie etwa mit den ausgesuchten Produkten in Kaysers Genussreich zu finden war, konnte hier bei edlen Likören und Obstbränden geschmackvoll ergänzt werden. Für die Fahrer unter den Besuchern zeigte die Kaffeerösterei Pauli Michels, was man aus der gerösteten Bohne alles machen kann und bot darüber hinaus auch ein hervorragendes Sortiment an Tees und Kakao.

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein…

…es muss auch etwas Handwerk sein. Die beiden Sprecher Lothar Arnold und Heiner Eschenbach konnten mit dem erweiterten Format des Marktes zufrieden sein:: Um das bestehende Konzept für weitere interessierte Besucher zu erschließen, war es offensichtllich gelungen, ein facettenreiches Angebot an kunsthandwerklichen Ausstellungen aus der Bildenden Kunst, hochklassiger Möbel- und Antiquitätenrestaurierung, Glas- und Keramikkunst sowie zahlreiche kunsthandwerkliche Kleinodien von Kunsthandwerkern zwischen Schweiz und Luxemburg zusammenzustellen. Von geschmackvollen Tischdekorationen und Arrangements aus dem Hause STORB über handwerklich exquisite Antiquitäten aus den Werkstätten von Marian Konkel und Patrick Urs Krüger bis hin zu erlesener Glaskunst aus der Schweiz, präsentiert von der namhaften Künstlerin Susanne Kluftinger, wurden Arbeiten aus einer Vielzahl von Werkstoffen ausgestellt. Eine Gedenkausstellung an den weltweit gefeierten Daarler Künstler Hans Schröder (+) gab dem kunsthandwerklichen Treiben am Daarler Markt eine besondere Note. Besucher konnten darüber hinaus Interessantes erfahren, was sich aus Werkstoffen, wie Ton oder Papier alles machen lässt und wie nahe anspruchsvolle Kunst und Recycling beieinander stehen können. Die Exponate aus den Händen von Elke Weingardt oder Claudia Wilhelm und die Arbeiten von Helge Muskalla eröffneten eine ungewohnte Sicht auf gewohnte Materialien. Freunde exclusiven Schmuckes waren bei den Ateliers Bettina Neisius-Paul genau richtig: alle Exponate sind Einzelstücke und mit viel Liebe zum Detail gefertigt. Das gilt auch für die Arbeiten aus dem Hause Moslavac: Hier wird Dekoration aus der Laubsäge geschaffen - nicht nur in der Adventszeit interessant! Dass alles Ansichtssache ist, dass man aber über Qualität nicht streiten kann, bewiesen die Arbeiten aus dem Atelier ANSICHTSSACHE der Künstlerin Silke Roth. Genauer hinzusehen lohnte auch hier!! Ein unerwartetes handwerkliches Produkt erwartet Sie erstmals in Daarle an der Pagode von Claudia Dacharry , die mit ihrem vielfältigen Angebot an Naturseifen ein fast vergessenes Handwerk präsentiert, das fern jeder Industrieproduktion auch zur Kunst geworden ist. Hier wurde eine Brücke zur Europäischen Biosphärenregion Bliesgau geschlagen: Mit Naturkosmetik aus dem Bliesgau erwarten Sie darüber hinaus hochwertige Wellnessprodukte direkt aus unserer Region. Und hier schloss sich dann wieder der Kreis zum Genuss: Die Bliesgau-Ölmühle presst vor Ort Ihr naturbelassenes Öl-natürlich in Bio-Qualität. Auch zu finden waren hier Kräuteressige und Senfsorten, die keine Wünsche offen lassen: Ideal für die Grillsaison! Nicht nur für kulinarisch treffsichere Grillfeste geeignet sind die Meersalz und Gewürzspezialitäten vom Salzimport Schweizer, an dessen Pagode die Besucher sich fragen konnten, ob Sie hier eher Kunst oder Genuss vorfinden.

Das Markttreiben, das wie immer unter der Schirmherrschaft der Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Saarbrücken, Charlotte Britz und des Ministers für Wirtschaft und Wissenschaft, Dr. Christoph Hartmann stand, wurde begleitet durch ein interessantes Kulturprogramm, das unter anderem durch Konzerte, touristische Führungen und eine Reise in die Daarler Dorfgeschichte geprägt war. Anders als in der Vergangenheit, gab es in diesem Jahr zum ersten Mal auch ein Betreuungsangebot für Kinder, das es jungen Familien erlaubt, den Markt unbeschwert zu genießen. Das erfahrene Team der KiTa Schenkelberg war im Albert-Schweitzer-Haus für die kleinen Gäste da. Darüber hinaus boten die Maskenbildner des Karnevalsvereins Die Daarler Dabbese an beiden Tagen ihr beliebtes Kinderschminken an: Eine Aktion, die bei den Kleinen rasenden Andrang fand. Auch erstmals mit dabei waren die Daarler Vereine, die mit Vorführungen und Informationen das ehrenamtliche Vereinsleben in St. Arnual vorstellten und die Besucher mit kühlen antialkoholischen Getränken und mal mit Waffeln, mal mit anderen kleinen Köstlichkeiten bewirten werden.

Im Umfangreichen kulinarischen Angebot des Internationalen Kunst- und Genießermarktes sollte man eines nicht finden: fades Industrie-fast-food blieb auch in diesem Jahr wieder vom Marktplatz verbannt und alles, was der Besucher zu sehen und zum Probieren bekam, entspringt aus guter handwerklicher Erfahrung und Liebe zum hochwertigen Produkt.

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